GlüStV 2021 unter Beobachtung: Die Bundesländer treiben die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags voran
Geschrieben von Bianca Sullivan · 15.6.2026

GlüStV 2021 unter Beobachtung: Die Bundesländer treiben die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags voran

Die Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 schreitet in Deutschland voran und die 16 Bundesländer arbeiten an einem umfassenden Evaluierungsbericht der bis zum 31. Dezember 2026 vorliegen muss; dabei stehen Themen wie Lizenzvergabe, Werbebeschränkungen und Produktvorgaben im Mittelpunkt während gleichzeitig Bedenken über die Auswirkungen strikter Maßnahmen auf den regulierten Markt wachsen.
Hintergründe und Zielsetzung der Evaluierung
Der GlüStV 2021 regelt seit seiner Einführung den Rahmen für legales Glücksspiel in Deutschland und die Länder haben nun den Auftrag die Wirksamkeit dieser Regelungen systematisch zu prüfen; Forscher und Behördenvertreter sammeln Daten zu Lizenzverfahren, Werberichtlinien sowie Einsatz- und Einzahlungsgrenzen um fundierte Entscheidungen für mögliche Anpassungen treffen zu können.
Experten beobachten dass die Evaluierung nicht nur eine formale Pflicht darstellt sondern auch als Chance gilt bestehende Regelungen auf ihre Praxistauglichkeit hin zu überprüfen und dabei die Balance zwischen Spielerschutz und Marktfunktion zu bewerten.
Aktueller Fortschritt bei den 16 Bundesländern
Die gemeinsame Arbeit der Länder hat in den vergangenen Monaten an Dynamik gewonnen und Berichte zeigen dass erste Zwischenergebnisse bereits diskutiert werden; bis Juni 2026 sollen weitere Analysen abgeschlossen sein damit der finale Bericht fristgerecht zum Jahresende vorgelegt werden kann.
Behörden tauschen sich regelmäßig über Lizenzmodelle und Werbepraktiken aus während auch Produktregeln wie Höchsteinsätze und Steuervorgaben auf ihre Effekte hin untersucht werden und diese Abstimmungen laufen parallel in den einzelnen Ministerien der Bundesländer.
Auswirkungen strenger Vorgaben auf Kanalisierung und Schwarzmarkt
Beobachter haben festgestellt dass Maßnahmen wie der Ein-Euro-Einsatz bei Slots Einzahlungsobergrenzen und die 5,3-Prozent-Steuer auf Einsätze die Kanalisierung in den regulierten Markt erschwert haben; dadurch wachsen Teile des Marktes in den unregulierten Bereich hinein was die Länder bei ihrer Evaluierung besonders im Blick behalten.
Statistiken aus den vergangenen Jahren verdeutlichen dass die strengen Limits bei manchen Spielern zu einem Wechsel in illegale Angebote geführt haben und die 16 Bundesländer prüfen nun wie gezielte Korrekturen diese Entwicklung eindämmen könnten ohne den Schutzgedanken aufzugeben.

Verbesserte Dialoge zwischen Regulierern und Branche
Ein positiver Aspekt der laufenden Evaluierung liegt in dem intensivierten Austausch zwischen Aufsichtsbehörden und Vertretern der Glücksspielwirtschaft; dieser Dialog ermöglicht es konkrete Herausforderungen wie Werbebeschränkungen oder Lizenzbedingungen praxisnah zu beleuchten und Lösungsansätze zu entwickeln.
Vertreter der Länder berichten dass durch regelmäßige Treffen und gemeinsame Arbeitsgruppen erste Fortschritte bei der Identifikation von Anpassungsbedarfen erzielt wurden und diese Entwicklung lässt auf differenzierte Änderungen hoffen anstatt auf grundlegende Umwälzungen des gesamten Vertragswerks.
Ausblick auf den Bericht bis Ende 2026
Der Evaluierungsbericht der bis zum 31. Dezember 2026 erwartet wird soll als Grundlage für mögliche Nachjustierungen dienen und die 16 Bundesländer sammeln bis dahin weitere Erkenntnisse aus der Praxis des regulierten Marktes; dabei fließen auch internationale Vergleiche mit ein um die deutsche Regelung im europäischen Kontext besser einordnen zu können.
Prognosen deuten darauf hin dass die Ergebnisse gezielte Empfehlungen zu Werbe- und Produktregeln enthalten könnten während die Steuerstruktur und die Einzahlungsgrenzen ebenfalls auf dem Prüfstand stehen und die Länder betonen dass alle Änderungen datenbasiert erfolgen sollen.
Fazit
Die Evaluierung des GlüStV 2021 schreitet planmäßig voran und bietet den Bundesländern die Möglichkeit bestehende Regelungen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen; bis Ende 2026 soll der Abschlussbericht vorliegen der als Basis für zukünftige Entscheidungen dient und den Dialog zwischen allen Beteiligten weiter stärkt.